Eine Planenhalle wird manchmal lediglich als einfacher Lagerraum oder als zusätzliche Raumlösung betrachtet. Oft wird angenommen, dass eine Planenhalle zwar schnell errichtet werden kann, ihre Nutzungsmöglichkeiten jedoch begrenzt sind.
In Wirklichkeit ist eine moderne Produktionshalle mit Planenverkleidung weit mehr als nur ein Wetterschutz. Wenn die Halle entsprechend ihrem Verwendungszweck geplant wird, lässt sich daraus ein funktionaler, vielseitig ausstattbarer und anpassungsfähiger Raum für unterschiedlichste Anforderungen in Produktion, Lagerung und Logistik schaffen.
In diesem Artikel gehen wir auf verbreitete Mythen über Planenhallen ein und zeigen, was sich mit einer Planenhalle von Best-Hall tatsächlich realisieren lässt.
Mythos 1: Eine Planenhalle eignet sich nicht für eine effiziente Produktion oder Logistik
Planenhallen werden häufig in erster Linie mit Lagerung in Verbindung gebracht, obwohl sie sich ebenso gut als effiziente Produktionsräume eignen. Viele Kunden sind überrascht, wie genau eine Planenhalle auf die Anforderungen der Produktion abgestimmt werden kann.
Einer der wichtigsten Vorteile ist der großzügige, pfeilerfreie Innenraum. Wenn keine Zwischenpfeiler die Produktion einschränken, kann das Layout vollständig nach den Anforderungen des Betriebs geplant werden. Maschinen, Arbeitsplätze, Lagerbereiche, Hebevorgänge, Fahrwege für Gabelstapler und Materialflüsse lassen sich flexibel und effizient anordnen.
Dies ist insbesondere für Unternehmen von großem Vorteil, deren Produktion oder Logistik große zusammenhängende Freiflächen erfordert. Innenliegende Pfeiler können die Platzierung von Maschinen und Lagerregalen sowie Hebewege und Warenflüsse einschränken. Eine pfeilerfreie Halle bietet deutlich mehr Freiheit bei der effizienten Gestaltung des Raums.
Mythos 2: In einer Planenhalle können keine Kräne installiert werden
Ein verbreiteter Mythos betrifft Kräne und die damit verbundenen Belastungen. Eine Planenhalle wird möglicherweise als so leichte Konstruktion wahrgenommen, dass sich die für die Produktion erforderlichen Hebevorrichtungen oder Kranbahnen nicht integrieren ließen.
Tatsächlich können Kräne in eine Planenhalle integriert werden, wenn sie bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden. Entscheidend sind die Art des Fundaments und eine korrekte Dimensionierung des Stahlrahmens.
Wenn eine Halle beispielsweise für die direkte Montage auf Asphalt geplant wurde, lassen sich Kräne nicht ohne Weiteres nachträglich ergänzen. Wird die Halle dagegen von Anfang an für den Einsatz von Kränen geplant und werden entsprechende Betonfundamente ausgeführt, können auch Kräne und Kranbahnen realisiert werden.
Es ist daher wichtig zu verstehen, dass Kräne keine Ausstattung sind, die einfach nachträglich hinzugefügt werden kann, sondern Teil der Gesamtdimensionierung der Halle. Wenn Hebeanforderungen, Belastungen und Nutzungsweisen frühzeitig bekannt sind, können Stahlrahmen und Fundamente entsprechend den Anforderungen der Produktion geplant werden.
Mythos 3: Eine Planenhalle kann nicht mit einer für die Produktion geeigneten Lüftung ausgestattet werden
Ein weiterer verbreiteter Mythos ist, dass eine Planenhalle ein geschlossener Raum sei, in dem keine funktionierende Lüftung realisiert werden könne. Tatsächlich gehört eine Lüftung mit Dachventilatoren zur Planung der Halle – auch bei einer unbeheizten Halle.
In Produktionsbereichen spielt die Lüftung eine besonders wichtige Rolle. In der Halle können Gabelstapler eingesetzt und Materialien verarbeitet werden, außerdem können bei Produktionsprozessen Wärme oder Staub entstehen. Auch aus anderen Gründen kann ein gleichmäßiger Luftaustausch erforderlich sein. Die Lüftung wird daher entsprechend der Größe und Nutzung der Halle sowie den Anforderungen an das Raumklima geplant.
Eine effiziente Lüftung in einer Planenhalle ist somit kein Problem, sondern eine Frage der richtigen Planung.
Mythos 4: Eine Planenhalle eignet sich nicht für feuchtigkeitsempfindliche Materialien
Die Feuchtigkeitskontrolle ist in vielen Produktions- und Lagerbereichen von entscheidender Bedeutung. Stahlbleche, Holz, technische Komponenten, Verpackungsmaterialien und andere feuchtigkeitsempfindliche Produkte können genau kontrollierte Bedingungen erfordern.
Eine Planenhalle kann mit einem Lufttrocknungssystem ausgestattet werden, das dabei hilft, die Luftfeuchtigkeit das ganze Jahr über auf einem gleichmäßigen Niveau zu halten. Dadurch können auch Materialien verarbeitet und gelagert werden, die empfindlich auf Feuchtigkeit oder Kondenswasser reagieren.
Stahlbleche für das Laserschneiden können beispielsweise so feuchtigkeitsempfindlich sein, dass selbst Wassertropfen vermieden werden müssen. In solchen Anwendungen kann durch Lufttrocknung ein trockenes Umfeld für die Verarbeitung und Lagerung der Materialien geschaffen werden.
Nicht in allen Anwendungsfällen ist jedoch ein vollständig trockenes Raumklima erforderlich. In Lagerhallen können Kondensationsprobleme auch mithilfe einer Innenplane kontrolliert werden. Bei Bedarf kann eine solche Innenplane nur in einem bestimmten Bereich der Halle angebracht werden, sodass dieser Bereich für die Lagerung feuchtigkeitsempfindlicherer Produkte genutzt werden kann.
Die richtige Lösung hängt immer davon ab, was in der Halle gelagert oder produziert wird und welche Bedingungen die jeweilige Tätigkeit erfordert.
Mythos 5: Eine Planenhalle ist immer eine unbeheizte Halle
Planenhallen werden häufig mit unbeheizten Lagerflächen in Verbindung gebracht. Viele Kunden sind daher überrascht, dass eine Planenhalle auch als teilbeheizte oder beheizte Halle ausgeführt werden kann.
Die gesamte Halle kann isoliert oder in unterschiedliche Bereiche unterteilt werden, in denen die Temperatur jeweils separat geregelt wird. Dies ist in der Produktion häufig wichtig, da nicht alle Tätigkeiten dieselben Temperaturen erfordern. Produktion, Lagerung, Verpackung, Wartung und technische Bereiche können unterschiedliche Anforderungen haben.
Eine Planenhalle kann also unbeheizt, teilbeheizt oder beheizt sein. Die passende Lösung wird entsprechend dem Verwendungszweck gewählt.
Heizung und Isolierung sollten als Teil des Gesamtkonzepts geplant werden. Wenn bekannt ist, welche Arbeiten in der Halle durchgeführt, welche Produkte dort gelagert und welche Temperaturen benötigt werden, kann eine zweckmäßige und energieeffiziente Lösung entwickelt werden.
Mythos 6: Eine Planenhalle besteht immer aus einem einzigen großen offenen Raum
Der großzügige, pfeilerfreie Innenraum ist einer der großen Vorteile einer Planenhalle. Das bedeutet jedoch nicht, dass die gesamte Halle aus einem einzigen zusammenhängenden Raum bestehen muss. Bei Bedarf kann sie mit Zwischenwänden in kleinere Bereiche unterteilt werden.
So können unterschiedliche Funktionen in derselben Halle untergebracht werden. Ein Bereich kann für die Produktion, ein anderer für die Lagerung und ein dritter beispielsweise für Verpackung, Wartung oder technische Einrichtungen genutzt werden. Die Halle kann auch so unterteilt werden, dass verschiedene Nutzer oder unterschiedliche Tätigkeiten voneinander getrennt sind.
Dadurch wird die Planenhalle zu einer äußerst vielseitigen Lösung. Sie kann für den aktuellen Bedarf geplant werden und gleichzeitig spätere Änderungen ermöglichen. Zwischenwände sind besonders hilfreich, wenn verschiedene Bereiche unterschiedliche Temperaturen, Bedingungen oder Nutzungszwecke erfordern.
Mythos 7: Durchführungen und Gebäudetechnik lassen sich in einer Planenhalle nicht richtig realisieren
Kunden fragen häufig, wie Ausstattungen befestigt oder technische Installationen in eine Planenhalle integriert werden können. Auf den ersten Blick könnte man annehmen, dass alles an der Plane befestigt werden müsste. Tatsächlich werden die Ausstattungen jedoch nicht an der PVC-beschichteten Plane, sondern am Stahlrahmen der Halle befestigt. Falls erforderlich, werden technische Systeme über entsprechend geplante Durchführungen durch die Planenverkleidung geführt.
Für die Lüftung können beispielsweise Durchführungen für Dachventilatoren und andere erforderliche technische Anlagen vorgesehen werden. Auch Beleuchtung, technische Ausrüstung und weitere für die Nutzung der Halle erforderliche Lösungen werden als Teil des Gesamtkonzepts geplant.
Entscheidend ist, dass Durchführungen, Befestigungspunkte und Anforderungen an die Gebäudetechnik bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden. So können sie fachgerecht und sicher in die Halle integriert werden.
Mythos 8: Eine Planenhalle ist wechselnden Wetterbedingungen schutzlos ausgeliefert
Eine Halle muss unterschiedlichen Wetterbedingungen standhalten können: Schnee, Regen, Wind, Frost und Temperaturschwankungen. Deshalb ist die Berücksichtigung der Wetterbedingungen ein wesentlicher Bestandteil der Planung einer Planenhalle.
Die Halle kann beispielsweise mit Schneefängern, Schnee- und Wasserableitungen, Überdachungen an den Türen sowie mit Dachrinnen und Fallrohren ausgestattet werden. Dadurch können Schnee und Regenwasser kontrolliert vom Dach, von Türöffnungen und von Verkehrsflächen abgeleitet werden.
Dies ist sowohl für die Nutzbarkeit als auch für die Sicherheit wichtig. Eingänge, Ladebereiche und Flächen entlang der Halle können so geplant werden, dass Schnee und Wasser keine unnötigen Risiken verursachen oder den Betrieb beeinträchtigen.
Eine Planenhalle ist den Wetterbedingungen also nicht schutzlos ausgeliefert, sondern wird entsprechend den Bedingungen am jeweiligen Standort dimensioniert und ausgestattet.
Mythos 9: Alle Planenhallen sehen gleich aus
Auch über das Aussehen von Planenhallen gibt es veraltete Vorstellungen. Viele denken, eine Planenhalle müsse weiß sein oder immer wie eine vorübergehende Lösung aussehen.
Tatsächlich kann das äußere Erscheinungsbild einer Planenhalle an die visuelle Identität des Unternehmens angepasst werden. Es stehen verschiedene Farben zur Verfügung, sodass weder Dach noch Wände zwangsläufig weiß sein müssen.
Die Planenoberfläche kann außerdem für Aufdrucke wie Logos oder andere visuelle Elemente des Unternehmens genutzt werden. So unterstützt die Halle das Erscheinungsbild und die Markenidentität des Unternehmens.
Mythos 10: Eine schnelle Realisierung bedeutet einen kurzlebigen Kompromiss
Die kurze Lieferzeit und schnelle Montage einer Planenhalle können manchmal den Eindruck erwecken, es handle sich um eine vorübergehende oder kurzlebige Lösung. Tatsächlich bedeutet eine schnelle Realisierung jedoch nicht, dass bei der Beständigkeit oder der Eignung für den vorgesehenen Verwendungszweck Kompromisse eingegangen werden müssen.
Die Planenhallen von Best-Hall werden entsprechend den Bedingungen am Standort und den Anforderungen des Kunden geplant. Stahlrahmen, Fundamente, Türen, Lüftung, Isolierung, Beleuchtung und weitere Ausstattungen werden als Gesamtlösung betrachtet.
Viele Kunden sind überrascht, wie langlebig eine Planenhalle sein kann. Bei richtiger Planung, Ausführung und Wartung kann sie jahrzehntelang genutzt werden. Wenn die Planenverkleidung später erneuert wird, kann die Nutzungsdauer der Halle um weitere Jahrzehnte verlängert werden.
Eine Produktionshalle mit Planenverkleidung wird nach Ihrem Bedarf geplant
Eine Produktionshalle mit Planenverkleidung ist keine fertige Standardlösung, an die der Kunde seine Tätigkeit anpassen muss. Im Idealfall ist sie eine auf die Anforderungen der Produktion zugeschnittene Gesamtlösung, bei der Raumgröße, Layout, Fundamente, Hebevorgänge, Türen, Raumklima, Lüftung, Beleuchtung, Sicherheit und zukünftige Anpassungsbedürfnisse berücksichtigt werden.
Eine Planenhalle sollte daher nicht anhand alter Mythen beurteilt werden. Bei richtiger Planung lässt sich damit weit mehr realisieren, als viele zunächst erwarten.
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